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1921 – 2011
 90 Jahre Fleischer-Innung
des Kreises Ahrweiler
Es gibt einen entscheidenden Unterschied zwischen Industrie und Handwerk, der jedem sofort einleuchtet: Industrie fertigt in Serie, Handwerk nicht!“ Wir machen Wurst mit Leib und Seele! „Denn die Handwerkliche Qualität ist durch nichts zu ersetzen“, so Obermeister Bernd Groß. Dafür stehen wir als Fleischermeister mit unserem Namen. „Wir sind stolz auf unser schönes Handwerk und können dies gemeinsam in der Öffentlichkeit präsentieren und dies bereits seit 90 Jahren“, so Groß weiter.
Grund genug für die Fleischer-Innung Ahrweiler dies mit einem schönen Jubiläum zu begehen.
Das damals ganz andere Verhältnisse vorherrschten versteht sich von selbst. So verlangte nicht zuletzt die Einfuhr der Gewerbefreiheit im 19. Jahrhundert nach einer Neuordnung. Die Fleischermeister erkannten, dass man ohne eine eigene Zusammenarbeit eine Bündelung der Kräfte und eine gemeinsame Interessen- vertretung nach außen nicht bestehen könne. Folge dieser Einsicht war die Grün-dung der Innungen als freiwillige Zusammenschlüsse der einzelnen Gewerke, so auch die Fleischer-Innung Ahrweiler. Es war eine wirtschaftlich sehr schlechte Zeit. Die pflichtbewussten Fleischerkollegen versuchten durch die Gründung einer Innung ihrer hohen Aufgabe -die Versorgung der armen Bevölkerung mit Fleisch und Wurstwaren- gerecht zu werden. Es war ja nicht nur eine wirtschaftlich schlechte Zeit. Hinzu kamen Gefangenschaft und viele andere Kriegs- und Nachkriegswirren. So fanden sich am 12.12.1921 in Remagen 26 weitblickende Fleischermeister zur Gründung einer Interessengemeinschaft zusammen. Aus deren Reihen wählten sie Wilhelm Kreuzberg aus Ahrweiler zum Obermeister. Ihm folgten in chronologischer Reihenfolge bis heute Jahn Wihl aus Sinzig, Josef Salscheider aus Niederbreisig, Georg Pröbstl aus Bad Neuenahr, Peter Conrady aus Altenahr, Hermann Birk aus Antweiler, Willy Thiesen aus Adenau und seit dem 01.01.2002 Bernd Groß aus Kempenich.
Als Gründungsmitglieder der Fleischer-Innung Ahrweiler bestehen bis heute noch die Fleischereien Wieland in Mayschoß und Fassbender in Remagen. Zeigt dies doch die hohe Qualität die sich bereits seit über 90 Jahren hält.
Mit Stolz konnte Obermeister Bernd Groß die zahlreichen Gäste zur 90jährigen Jubiläumsfeier in Ahrweiler begrüßen.
Bereits beim Empfang in die Zehntscheune überreichte er jeder Dame eine Rose und hieß sie herzlich willkommen.
In seiner Eröffnungsrede begrüßte er besonders den Landrat des Kreises Ahrweiler Herrn Dr. Jürgen Pföhler, Landesinnungsmeister Günter Schütz und den Präsidenten der HWK Koblenz Herrn Werner Wittlich. Ebenso begrüßte er den Landtagsabgeordneten und Ortsvorsteher von Ahrweiler Herrn Horst Gies, Kreis-handwerksmeister Frank Wershofen, Ehrenobermeister Herrn Willy Thiesen, Geschäftsführer Herrn Alexander Zeitler.
Von der Veterinärbehörde hieß er Herrn Veterinärdirektor Dr. Bernd Schmitt, von der KSK den Vorstandsvorsitzenden Herrn Dieter Zimmermann und von der Volksbank den Vorstandsvorsitzenden Herrn Elmar Schmitz recht herzlich willkommen. Weiterhin den Schulleiter der hiesigen BBS Herrn Hans-Werner Riek, den Vorsitzenden des Bauern- und Winzerverbandes Herrn Hans Boes, die Obermeisterkollegen Herrn Rolf Genn, Herrn Reiner Hilger, Herrn Peter Gieraths und Herrn Reinhard Adams, sowie die Vorsitzende der Handwerkerfrauen im Kreis Ahrweiler Frau Cornelia Adams. Sein ganz besonderer Gruß galt der guten Seele auf der Geschäftsstelle, Frau Martina Paffhausen. Von der IKK hieß er den Bezirks-stellenleiter Herrn Herrmann Hardt und von der Signal Iduna Herrn Wolfgang Günther herzlich willkommen.
„Ebenso begrüße ich alle anwesenden Sponsoren und die uns immer wohlgesonnenen Damen und Herren von der Presse“.
„Bedanken möchte ich mich bei meinem Vorstand, so Obermeister Groß in seiner Rede, insbesondere bei allen Innungsmitgliedern, allen ehemaligen Innungsmitgliedern, allen Ehrengästen und Gästen, die heute zu uns gekommen sind, um mit uns dieses Jubiläum zu feiern. Besonders bedanken möchte ich mich für die großzügigen Spenden bei den Direktoren der beiden für unseren Kreis so wichtigen Banken der VOBA und der KSK, Herrn Schmitz und Herrn Zimmermann, den Vertretern der IKK Herrn Hardt, Herrn Günther von der Signal Iduna, den Gewürzfirmen: Raps, Hagesüd, Moguntia, Van Hees, Indasia, Eppers, unseren Zulieferern der Fa. Möllers, Enders, Fleico, Valentin Schmitt, Fa. Siegfried und der Fa. Geil“.
Im Anschluss hieran folgten die Grußworte des Landrates Herrn Dr. Jürgen Pföhler, des Landesinnungsmeister Herrn Günther Schütz, des Präsidenten der HWK Koblenz Herrn Werner Wittlich, des Landtagsabgeordneten Herrn Horst Gies und Kreishandwerksmeister Herrn Frank Wershofen.
In seiner Laudatio nahm Obermeister Bernd Groß die anwesenden mit auf eine Reise in die Geschichte. In die Geschichte von 90 Jahren Fleischer-Innung des Kreises Ahrweiler.
„Stellen Sie sich vor, wir befinden uns am Beginn der 1920er Jahre! Seit vor gut 20 Jahren Berta Benz mit dem Auto ihres Mannes von Mannheim nach Pforzheim gefahren ist, schreit die Welt nach Motorisierung. Bereits 60.000 PKW rollen über Deutschlands Straßen. In Berlin werden die ersten Omnibusse in Betrieb genommen. Diese transportieren die Fahrgäste allerdings nur am Tag von einem Ort zum anderen. In der Nacht tun dies weiterhin Pferdefuhrwerke. Albert Einstein erhält einen Nobelpreis in Physik, Jonny Weismüller schwimmt Weltrekord über 100m Freistil, die Sowjetunion wird gegründet, in Großbritannien heiratet Georg der 6. eine gewisse Elisabeth, später bekannt als Queen Mum.
Trotz all dieser Wirren und der rasanten Veränderungen, in der wir uns zu dieser Zeit befinden, treffen sich im Dezember 1921 in Remagen 26 Fleischermeister des damaligen Kreises Ahrweiler zur Gründung einer Interessengemeinschaft, der Fleischerinnung. Die Tradition der Innungen reicht schon sehr viel länger zurück bis hin ins Mittelalter, in der die Vereinigungen sich Zünfte, Gilden, Bruderschaften oder Einung nannten. Aus dem Wort Einung wurde übrigens das heutige Wort Innung abgeleitet.
Durch den Ausbruch des zweiten Weltkrieges, die Innungen sind mittlerweile auseinander gebrochen, wird den Fleischern eine völlig neue Aufgabe zuteil. Sie werden zu Verteilern von Fleisch und Fleischerzeugnissen degradiert. Das Schlachtvieh wird ihnen zugeteilt und mit Hilfe von Lebensmittelkarten geben sie das Fleisch wieder ab. 1945 endet der zweite Weltkrieg mit der Kapitulation Deutschlands. Das Land liegt in Trümmern.
Viele Kollegen haben in den vergangenen sechs Jahren im Krieg ihr Leben gelassen, befinden sich in Gefangenschaft oder sind schwer verwundet von der Front zurückgekehrt. Die Zahl der Fleischereien ist drastisch geschrumpft.
Später wird das Land entnazifiziert. Die Bundesrepublik wird gegründet, ebenso die DDR. Adenauer wird Bundeskanzler, die große Währungsreform bringt uns die D-Mark. Es finden demokratische Wahlen statt, zunächst im Kreistag, später werden die Abgeordneten des Bundestags gewählt. Die Regierung zieht nach Bonn. Die Tarifautonomie wird hergestellt.
Anfang der 50er Jahre beginnt dann das Wirtschaftswachstum. Die Stimmung steigt, Heinz Erhardt ist erstmals in den wenigen vorhandenen Fernsehern zu betrachten, Deutschland wird Fußballweltmeister in Bern. Die gesamte BundesdeutscheWirtschaft erlebt einen Aufschwung, auch das Fleischerhandwerk.
Bereits zu dieser Zeit wird sehr viel Wert auf eine gute und solide Berufsausbildung gelegt. An dieser Stelle möchte ich mich bei all jenen bedanken, die damals sowie heute, die Verantwortung für die jungen Menschen in der Ausbildung übernehmen und Ihnen den Weg in einen soliden Handwerksberuf ebnen.
Nach unvorstellbarer, 31-jähriger Amtszeit, im Jahr 1965 tritt Josef Saalscheider als Obermeister der Fleischerinnung Ahrweiler zurück und überlässt Georg Pröbstl aus Bad Neuenahr das Amt. Der Kollege Saalscheider, seit 1962 Träger des Bundesverdienstkreuzes und seit vielen Jahren Mitglied im Vorstand des Deutschen- Fleischer-Verbandes, wird zum Ehrenobermeister ernannt.
Ein Jahr nach Übernahme des Amtes jedoch verstirbt der Kollege Pröbstl viel zu früh und sein Nachfolger wird Peter Conrady aus Altenahr. Zu dieser Zeit betragen die Jahreseinnahmen der Innung 7.025.00 D-Mark, die Innung zählt 71 Mitgliedsbetriebe, die wiederum 60 D-Mark Mitgliedsbeitrag entrichten müsse. Je beschäftigtem Gesellen kommen nochmals 12 D-Mark hinzu, je Lehrling sind es 6 D-Mark Innungsbeitrag. Im Jahr, meine Damen und Herren!
Als eine seiner ersten Amtshandlungen schafft Peter Conrady unsere Innungskette an, die erste und bislang einzige Innungskette im Kreis Ahrweiler.
Doch was passiert noch zu dieser Zeit?
Die Hackfleischverordnung tritt in Kraft, eine Häuteabgabe und eine Schlachtviehversicherung werden zur Pflicht, die erste freiwillige Selbstkontrolle wird 1968 durchgeführt.
Doch 1970 passiert noch etwas, ohne das ich heute nicht hier stehen würde! Bei einer Gebiets- und Verwaltungsreform wird die Fleischer-Innung um die Brohltalgemeinden erweitert.
Im Jahr 1971, am 12. Dezember, feiern die Fleischer des Kreises Ahrweiler in einer denkwürdigen Feier das 50-jährige Bestehen ihrer Innung.
Die 70er Jahre. Die meisten von uns haben sie erlebt, einige der hier Anwesenden wurden in dieser Zeit geboren. Es sind schöne Jahre. Der Fleischer war etwas! Wenn die Qualität und der Service stimmt, dann brummt der Laden. Es ging uns gut. Die Betriebe werden größer und es werden immer mehr. 
1983, nach 16 Jahren im Amt als Obermeister, verstirbt unser Kollege Peter Conrady. Sein Amt übernimmt Herrmann Birk aus Antweiler. Doch des Lebens Schicksal ist von unbestimmter Dauer. Bereits im Februar 1986 geben wir ihm das letzte Geleit.
Am 19. März 1986 wird im Hotel Stern in Ahrweiler Willy Thiesen aus Adenau zum neuen Obermeister gewählt. Die Innung feiert in diesem Jahr ihr 65-jähriges Bestehen. 
Liebe Gäste, lieber Willy, denken wir zurück an diese tollen Zeiten. Erinnert ihr euch an die erste Ahrtalschau mit Ochs am Spieß? An den ersten Hausfrauennachmittag der Fleischerinnung Ahrweiler? An die schönen Stunden in geselligen Runden mit regelmäßigem Innungsstammtisch, an denen Erfahrungen ausgetauscht wurden?
Willy, du hast in deiner 16-jährigen Amtszeit mit deiner offenen und herzlichen, charmanten Art und deinem Frohsinn die Fleischerinnung geprägt wie kein anderer. Dafür möchte ich dir an dieser Stelle ausdrücklich danken! Wir sind stolz, dich als Ehrenobermeister in unserer Mitte zu haben!
Doch, sehr geehrte Gäste, in den letzten beiden Jahrzehnten des letzten Jahrhunderts zogen auch dunkle Wolken auf am Fleischerhimmel. Die Zeit der Lebensmittelkrisen brach an. BSE!!! 
Rindfleisch essen? „Oh Gott, ich werde sterben“, mag es manchen durch den Kopf gegangen sein, wenn er ein Steak auf seinem Teller fand. Doch wie in vielen Krisen, so stecken auch in dieser Chancen. Chancen für uns, liebe Kolleginnen und Kollegen. Wo kauft der Kunde ein, wenn er Fleisch verzehren möchte, aber Angst hat, es zu essen, Angst hat, davon krank zu werden? Er kauft beim Metzger seines Vertrauens ein, liebe Kollegen. Er kommt zu uns. Warum? Weil er uns kennt, weil er uns glaubt, weil er uns vertraut.
Wir müssen dieses Vertrauen bewahren, wir dürfen es nicht, niemals aufs Spiel setzten, nur des kurzfristigen Profites wegen.
Erinnern sie sich einige Minuten zurück. An unsere Kollegen, die in wirtschaftlich schwierigen Zeiten an sich geglaubt haben, die erkannt haben, dass sie in der Gemeinschaft stark sind, das Zusammenhalt etwas wert ist. Diese Pioniere sollten unsere Vorbilder sein, an ihnen müssen wir uns orientieren.
Im Jahr 2001, ich hatte von Willy gerade den Vorsitz der Fleischerinnung Ahrweiler übernommen, stand eine fundamentale Frage des Innungszusammenhalts an. Meine Aufgabe war es, alle Innungsmitglieder davon zu überzeugen, der neuen f-Marke mit dem roten f-Zeichen des Fleischerverbandes beizutreten. Es ist mir gelungen. Darauf bin ich stolz. Seither jedoch weiß ich erst, wie groß der Kreis Ahrweiler ist und ich werde nie vergessen, wie viel Überzeugungsarbeit ich zu leisten hatte. 
Bei aller Feierlaune, die wir heute in uns tragen, erlauben sie mir bitte, auch auf die Herausforderungen unseres Berufsstandes hinzuweisen. In den letzten 25 Jahren hat der Kreis Ahrweiler 43 % seiner Fleischereibetriebe verloren. Jedes Jahr schließen im Durchschnitt knapp zwei Fleischereien in unserem Kreis die Ladentür für immer zu. Die Gründe sind vielschichtig. Fehlende Betriebsnachfolger, verändertes Kauf- und Essverhalten, Convencience-Produkte, aggressive Preisgestaltung von Handel und Industrie, eine immer größer werdende Flut an Auflagen, Vorschriften und Kontrollen und so weiter und so weiter......
Doch, liebe Kollegen, und das sage ich im Brustton der Überzeugung:
Das Fleischerhandwerk ist nicht tot und es wird auch nicht sterben.
-        Lassen Sie uns unsere Chancen nutzen,
-        Glauben wir an uns und an unseren Berufsstand
-        Übernehmen wir Verantwortung und arbeiten nachhaltig,
-        Stellen wir den langfristigen Erfolg über den kurzfristigen!
-        Seien wir für unsere Kunden da!
Denken wir mit Stolz an 90 Jahre Fleischer-Innung im Kreis Ahrweiler zurück!
Bleiben wir für jeden einzelnen Kunden der „Metzger seines Vertrauens“!
Im Anschluss wurden von Landesinnungsmeister Günter Schütz, Geschäftsführer Alexander Zeitler und Obermeister Bernd Groß folgende Personen geehrt:
 
Bernd Groß                 Goldene Ehrennadel für Ehrenamtsträger (seit 1986 im Vorstand)
56746 Kempenich
 
Dieter Gemein Silberne Ehrennadel für Ehrenamtsträger (seit 1996 im Vorstand)
53489 Sinzig               50jährige Berufstätigkeit Urkunde + Nadel (Ehrung Innung)
 
Siegfried Marhöfer      Silberne Ehrennadel für Ehrenamtsträger (seit 1996 im Vorstand)
53498 Bad Breisig
 
Heinz Ropertz             Silberne Ehrennadel für Ehrenamtsträger (seit 1996 im Vorstand)
53498 Bad Breisig      Goldene Ehrennadel für über 50 Jahre Innungsmitgliedschaft
 
Fleischerei Wieland GmbH Goldene Ehrennadel für über 50 Jahre Innungsmitgliedschaft
53508 Mayschoß        für über 90jährige Innungsmitgliedsch. Urkunde
 
Fleischerei Birk           Goldene Ehrennadel für über 50 Jahre Innungsmitgliedschaft
53533 Antweiler
 
Fleischerei Fassbender          Goldene Ehrennadel für über 50 Jahre Innungsmitgliedschaft
53424 Remagen                     für über 90jährige Innungsmitgliedsch. Urkunde
 
Fleischerei Effert                    Goldene Ehrennadel für über 50 Jahre Innungsmitgliedschaft
53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler
 
Alfred Conrady                       50jährige Meisterprüfung Urkunde
53505 Altenahr                       Ehrenamtl. Probeentnehmer Urkunde
 
Willy Thiesen              Ehrenamtl. Probeentnehmer Urkunde (Ehrung Innung)
53518 Adenau
Fleischerei Friedrich   Goldene Ehrennadel für über 50 Jahre Innungsmitgliedschaft
53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler
 
Fleischerei Görgen                 Goldene Ehrennadel für über 50 Jahre Innungsmitgliedschaft
53518 Adenau
 
Fleischerei Wald                     Goldene Ehrennadel für über 50 Jahre Innungsmitgliedschaft
53501 Grafschaft-Vettelhoven
 
Fleischerei Maur                     Goldene Ehrennadel für über 50 Jahre Innungsmitgliedschaft
Inh. Udo Loch
56651 Oberzissen
 
Fleischerei Thon                     Goldene Ehrennadel für über 50 Jahre Innungsmitgliedschaft
53518 Adenau
 
Fleischerei Damian                Goldene Ehrennadel für über 50 Jahre Innungsmitgliedschaft
53508 Mayschoß Energieeffizientes Arbeiten in Fleischereien
 
Im Rahmen der Herbstversammlung der Fleischer-Innung Ahrweiler, begrüßte Obermeister Bernd Groß alle Kolleginnen und Kollegen recht herzlich. Sein besonderer Gruß galt Ehrenobermeister Willy Thiesen aus Adenau, Kreishandwerksmeister Frank Wershofen, Fachlehrerin Elke Klingel, vom Veterinäramt Dr. Christiane Theune, von der BGN Ludger Constanz, Dipl.-Ing. Norbert Dümpelfeld von der HWK Koblenz sowie dem Geschäftsführer der Kreishandwerkschaft Alexander Zeitler.
 
In seinem Obermeisterbericht ging Groß zunächst auf die Zusammenlegung der Berufsschulstandorte für die Auszubildenden im Fleischer-Handwerk näher ein. Hierauf folgte eine intensive Diskussion aller Anwesenden.
 
Sehr erfreut war Obermeister Bernd Groß über die große Teilnahme an dem Hygiene-Seminar, welches für alle Mitglieder und deren Mitarbeiter kostenlos in der Ahr-Akademie angeboten wurde.
„Das wiederum beweist, so Obermeister Groß, „wie sensibel mit dem Thema Hygiene in unseren Betrieben im Kreis Ahrweiler umgegangen wird“.
 
Ferner wurde über die Ebermast diskutiert. So sei die Kastration von Ferkeln derzeit unverzichtbar, da man in der heimischen Region den Kunden stets eine hohe Qualität garantiere.
 
Weiterhin informierte Bernd Groß über den von ihm besuchten Kammer- und Landesleistungswettbewerb der Fleischerjugend in dem neuen Ernährungszentrum der HwK in Koblenz. „Unsere Hoffnung durch die Zusammenlegung der beiden Wettbewerbe mehr Teilnehmer anzusprechen blieb leider nur eine Hoffnung“, so Groß. „Mit 4 Fleischern und 3 Verkäuferinnen war es aber dennoch ein guter Wettbewerb. Zu unserer aller Überraschung besuchte uns unsere Wirtschafts-ministerin Frau Evelyn Lemke, um sich über die Leistungen der besten Fleischer und Fachverkäuferinnen zu informieren. Bei dieser Gelegenheit konnte ich Frau Lemke unseren schönen kreativen Beruf erläutern“.
 
Bernd Groß berichtet den Anwesenden über dem von ihm besuchten Deutschen Fleischerverbandstag in Koblenz. Hauptpunkt war die Beschließung des 3-Säulen-Modells zur Sicherung eines starken Verbandes.
 
„Das wichtigste ist, dass man als erster eine Idee hat und sie mit Leidenschaft umsetzt. Dieses Zitat stammt von Luciano Benetton einem der erfolgreichsten Modeunternehmer der Welt“. So begann Obermeister Bernd Groß seine Laudatio auf Siegfried Marhöfer aus Bad Breisig. „Als erster eine Idee haben UND sie dann mit Leidenschaft umsetzen. Das ist das Geheimnis des Erfolges“, so Groß.
 
Aus einer alten Rezeptur des Opas von Frau Marhöfer, hat Kollege Siegfried Marhöfer gemeinsam mit seinem Freund Walter Gehlen, ein Produkt hergestellt, dass in kürzester Zeit mehrfach prämiert und ausgezeichnet wurde. Die OLAMI. Eine Salami in Zigarrenform. Und diese bereits in verschiedenen Geschmacks-richtungen.
 
 
„Das dieses Konzept nun mit einem der wertvollsten Marketingpreisen, dem Red Dot Award ausgezeichnet wird, ist der Lohn für einen unermüdlichen Einsatz“, so Bernd Groß.
 
Die anstehende Winterwanderung findet am 13.01.2013 statt und wird von Kollege Reinhold Olschewski aus Ahrbrück organisiert.
 
Von großem Interesse stand im Anschluss der Fachvortrag von Norbert Dümpelfeld, Energieberater der HWK Koblenz. Er gab Tipps und zeigte Möglichkeiten, wie die Fleischereien im Kreis Ahrweiler, energieeffizient arbeiten und somit erhebliche Kosten einsparen können.
 





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