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Aktuelles

 
Der "Oscar" für die Fleischer-Innung Ahrweiler
Rudolf-Kunze-Preis für „Meister der PR-Arbeit“ –

Die Innung brachte sich aktiv in die 200 Jahr-Jubiläums-Feierlichkeiten des Landkreises Ahrweiler ein und kreierte die AW-Wurst 2016.

 „Der Öffentlichkeit zu zeigen, wer man ist, was man will und was man kann, gehört zu den wichtigsten Aufgaben einer Fleischer-Innung“, so Obermeisterin Dagmar Groß-Mauer.„Die AW-Wurst ist ein Hochgenuss, in der das Beste zusammenkommt, was der Kreis Ahrweiler zu bieten hat“, so die Obermeisterin. Die Fleischer-Innung-Ahrweiler hat aus Rindfleisch, Schweinefleisch, Äpfeln, Kartoffeln, Lauch, Pilzen und Traubensaft einen Fleischkäse produziert, der die Genusswelt des Kreises Ahrweiler wiederspiegelt. Ob als Brotbelag oder als Hauptspeise mit Bratkartoffeln und Salat, die AW-Wurst schmeckt zu jeder Gelegenheit.

In Saarbrücken wurde nun der begehrte Rudolf-Kunze-PR-Preis Betrieben und Innungen für vorbildliche Öffentlichkeitsarbeit, verliehen. Der zitierte PR-Preis des Deutschen Fleischer-Verbandes würdigt aktuell die Arbeit der Fleischer-Innung des Kreises Ahrweiler als beste f-Marken Präsentation.

Im Beisein von Ehrenobermeister Bernd Groß, Vorstandskollegen der Fleischer-Innung Ahrweiler und Geschäftsführer Alexander Zeitler überreichte DFV-Vizepräsident Michael Durst Obermeisterin Dagmar Groß-Mauer die Auszeichnung.

Diese einzigartige Wurst gibt es nur in den Fleischereien der Fleischer-Innung des Kreises Ahrweiler, mit dem roten f-Markenzeichen.

Zusammenkommen ist ein Beginn,

Zusammenbleiben ist ein Fortschritt,

Zusammenarbeiten ist ein Erfolg!

Diesen Erfolg praktiziert die Fleischer-Innung Ahrweiler schon seit 95 Jahren!

 

Rudolf-Kunze-PR-Preis: Meister der PR-Arbeit

Rudolf-Kunze-PR-Preis 2016 geht an die Innungen Ahrweiler, Hofgeismar-Wolfhagen und Ulm-Alb-Donau. Die Metzgerei Moser aus Landsberg am Lech gewinnt den afz-Aktionspreis. Kreativität, Gemeinschaftssinn und Engagement - nicht das Werbebudget - entscheiden über eine erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit und damit über den Erfolg beim Rudolf-Kunze-PR-Preis, den der Deutsche Fleischer-Verband und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des ...Fleischerhandwerks seit über 30 Jahren ausschreiben. #

Das "Beste Gesamtkonzept" legte die Innung Hofgeismar-Wolfhagen stellvertretend für die sechs Innungen Nordhessens - Hersfeld-Rotenburg, Kassel, Hofgeismar-Wolfhagen, Schwalm-Eder, Waldeck-Frankenberg und Werra-Meißner - vor. Die gemeinsam professionell umgesetzte 1. Blut- und Leberwurstmeisterschaft fand ein beeindruckendes Medienecho und schloss an den Erfolg der Ahle Worscht Meisterschaft an. #

Sieger in der Kategorie "beste f-Marken-Präsentation" wurde die Innung des Kreises Ahrweiler mit Aktionen rund um das 200. Innungsjubiläum. Die extra kreierte AW-Wurst nach Art einer Brühwurst schmeckte nicht nur den Kunden der f-Geschäfte, sondern auch den Journalisten.

Der längste Leberkäse der Welt bescherte schließlich der Innung Ulm-Alb-Donau nicht nur den Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde, sondern auch den Preis für die "beste Einzelaktion". Der für den Erhalt des Ulmer Münsters gespendete Erlös brachte weitere Medienpluspunkte. Ebenso traditionell wie der PR-Preis ist der von der afz vergebene Aktionspreis für Fleischer-Fachgeschäfte, der an die Metzgerei Michael Moser in Landsberg am Lech geht. Mit seiner originellen Mannschaftsbroschüre zur EM 2016 gestattet der Betrieb einen sehr persönlichen Blick hinter die Kulissen und zeigt Mitarbeiter sowie Lieferanten als stolze Spieler im Moser-Team.

Megaerfolgreiche AW-Wurst 2016 kreiert

Im Zuge der diesjährigen 200 Jahr Feier des Kreises Ahrweiler hat die Fleischer-Innung Ahrweiler eine AW-Wurst 2016 kreiert. Die Schirmherrschaft hat Landrat Dr. Jürgen Pföhler übernommen. Da die AW-Wurst nicht nur in der hiesigen Presse sondern auch im SWR Radio und TV sowie im DRF zu hören und zu sehen war, ist sie bereits heute weit über die Landesgrenzen der Renner.

„Mit so einem Erfolg habe ich nicht gerechnet“, so die Obermeisterin Dagmar Groß-Mauer. Aus dem Gedanke, was gab es vor 200 Jahren, was es heute ebenfalls noch gibt, wurde die AW-Wurst von Groß-Mauer und ihrem Vater Bernd Groß ins Leben gerufen. Aus den Zutaten Rind- und Schweinefleisch, Äpfel, Lauch, Gewürze, Kartoffeln, Pilze und natürlich ein guter Traubensaft der Ahr, wurde die AW-Wurst kreiert.  „Herausgekommen ist ein Aufschnitt aber auch warm zu genießende Wurst, die wie Fleischkäse hergestellt wird“, so Groß-Mauer. „Die einzigartige Wurst gibt es nicht im Supermarkt, sondern nur bei den Fleischereien der Fleischer-Innung Ahrweiler, mit dem roten f-Markenzeichen“.

Lobende Worte gab es auch von Landrat Dr. Pföhler: „Wie so etwas aus dem Stand kreiert wird, zeigt deutlich, wie hochflexibel der Mittelstand ist“.

 
1921 – 2011
 
90 Jahre Fleischer-Innung des Kreises Ahrweiler
Es gibt einen entscheidenden Unterschied zwischen Industrie und Handwerk, der jedem sofort einleuchtet: Industrie fertigt in Serie, Handwerk nicht!“ Wir machen Wurst mit Leib und Seele! „Denn die Handwerkliche Qualität ist durch nichts zu ersetzen“, so Obermeister Bernd Groß. Dafür stehen wir als Fleischermeister mit unserem Namen. „Wir sind stolz auf unser schönes Handwerk und können dies gemeinsam in der Öffentlichkeit präsentieren und dies bereits seit 90 Jahren“, so Groß weiter.
Grund genug für die Fleischer-Innung Ahrweiler dies mit einem schönen Jubiläum zu begehen.
Das damals ganz andere Verhältnisse vorherrschten versteht sich von selbst. So verlangte nicht zuletzt die Einfuhr der Gewerbefreiheit im 19. Jahrhundert nach einer Neuordnung. Die Fleischermeister erkannten, dass man ohne eine eigene Zusammenarbeit eine Bündelung der Kräfte und eine gemeinsame Interessen- vertretung nach außen nicht bestehen könne. Folge dieser Einsicht war die Grün-dung der Innungen als freiwillige Zusammenschlüsse der einzelnen Gewerke, so auch die Fleischer-Innung Ahrweiler. Es war eine wirtschaftlich sehr schlechte Zeit. Die pflichtbewussten Fleischerkollegen versuchten durch die Gründung einer Innung ihrer hohen Aufgabe -die Versorgung der armen Bevölkerung mit Fleisch und Wurstwaren- gerecht zu werden. Es war ja nicht nur eine wirtschaftlich schlechte Zeit. Hinzu kamen Gefangenschaft und viele andere Kriegs- und Nachkriegswirren. So fanden sich am 12.12.1921 in Remagen 26 weitblickende Fleischermeister zur Gründung einer Interessengemeinschaft zusammen. Aus deren Reihen wählten sie Wilhelm Kreuzberg aus Ahrweiler zum Obermeister. Ihm folgten in chronologischer Reihenfolge bis heute Jahn Wihl aus Sinzig, Josef Salscheider aus Niederbreisig, Georg Pröbstl aus Bad Neuenahr, Peter Conrady aus Altenahr, Hermann Birk aus Antweiler, Willy Thiesen aus Adenau und seit dem 01.01.2002 Bernd Groß aus Kempenich.
Als Gründungsmitglieder der Fleischer-Innung Ahrweiler bestehen bis heute noch die Fleischereien Wieland in Mayschoß und Fassbender in Remagen. Zeigt dies doch die hohe Qualität die sich bereits seit über 90 Jahren hält.
Mit Stolz konnte Obermeister Bernd Groß die zahlreichen Gäste zur 90jährigen Jubiläumsfeier in Ahrweiler begrüßen.
Bereits beim Empfang in die Zehntscheune überreichte er jeder Dame eine Rose und hieß sie herzlich willkommen.
In seiner Eröffnungsrede begrüßte er besonders den Landrat des Kreises Ahrweiler Dr. Jürgen Pföhler, Landesinnungsmeister Günter Schütz und den Präsidenten der HWK Koblenz Werner Wittlich. Ebenso begrüßte er den Landtagsabgeordneten und Ortsvorsteher von Ahrweiler Horst Gies, Kreishandwerksmeister Frank Wershofen, Ehrenobermeister Willy Thiesen, Geschäftsführer Alexander Zeitler.
Von der Veterinärbehörde hieß er Veterinärdirektor Dr. Bernd Schmitt, von der KSK den Vorstandsvorsitzenden Dieter Zimmermann und von der Volksbank den Vorstandsvorsitzenden Elmar Schmitz recht herzlich willkommen. Weiterhin den Schulleiter der hiesigen BBS Hans-Werner Riek, den Vorsitzenden des Bauern- und Winzerverbandes Hans Boes, die Obermeisterkollegen Rolf Genn, Reiner Hilger, Peter Gieraths und Reinhard Adams, sowie die Vorsitzende der Handwerkerfrauen im Kreis Ahrweiler Frau Cornelia Adams. Sein ganz besonderer Gruß galt der guten Seele auf der Geschäftsstelle, Martina Paffhausen. Von der IKK hieß er den Bezirksstellenleiter Herrmann Hardt und von der Signal Iduna Wolfgang Günther herzlich willkommen.
„Ebenso begrüße ich alle anwesenden Sponsoren und die uns immer wohlgesonnenen Damen und Herren von der Presse“.
„Bedanken möchte ich mich bei meinem Vorstand, so Obermeister Groß in seiner Rede, insbesondere bei allen Innungsmitgliedern, allen ehemaligen Innungsmitgliedern, allen Ehrengästen und Gästen, die heute zu uns gekommen sind, um mit uns dieses Jubiläum zu feiern. Besonders bedanken möchte ich mich für die großzügigen Spenden bei den Direktoren der beiden für unseren Kreis so wichtigen Banken der VOBA und der KSK, Herrn Schmitz und Herrn Zimmermann, den Vertretern der IKK Herrn Hardt, Herrn Günther von der Signal Iduna, den Gewürzfirmen: Raps, Hagesüd, Moguntia, Van Hees, Indasia, Eppers, unseren Zulieferern der Fa. Möllers, Enders, Fleico, Valentin Schmitt, Fa. Siegfried und der Fa. Geil“.
Im Anschluss hieran folgten die Grußworte des Landrates Herrn Dr. Jürgen Pföhler, des Landesinnungsmeister Herrn Günther Schütz, des Präsidenten der HWK Koblenz Herrn Werner Wittlich, des Landtagsabgeordneten Herrn Horst Gies und Kreishandwerksmeister Herrn Frank Wershofen.
In seiner Laudatio nahm Obermeister Bernd Groß die anwesenden mit auf eine Reise in die Geschichte. In die Geschichte von 90 Jahren Fleischer-Innung des Kreises Ahrweiler.
„Stellen Sie sich vor, wir befinden uns am Beginn der 1920er Jahre! Seit vor gut 20 Jahren Berta Benz mit dem Auto ihres Mannes von Mannheim nach Pforzheim gefahren ist, schreit die Welt nach Motorisierung. Bereits 60.000 PKW rollen über Deutschlands Straßen. In Berlin werden die ersten Omnibusse in Betrieb genommen. Diese transportieren die Fahrgäste allerdings nur am Tag von einem Ort zum anderen. In der Nacht tun dies weiterhin Pferdefuhrwerke. Albert Einstein erhält einen Nobelpreis in Physik, Jonny Weismüller schwimmt Weltrekord über 100m Freistil, die Sowjetunion wird gegründet, in Großbritannien heiratet Georg der 6. eine gewisse Elisabeth, später bekannt als Queen Mum.
Trotz all dieser Wirren und der rasanten Veränderungen, in der wir uns zu dieser Zeit befinden, treffen sich im Dezember 1921 in Remagen 26 Fleischermeister des damaligen Kreises Ahrweiler zur Gründung einer Interessengemeinschaft, der Fleischerinnung. Die Tradition der Innungen reicht schon sehr viel länger zurück bis hin ins Mittelalter, in der die Vereinigungen sich Zünfte, Gilden, Bruderschaften oder Einung nannten. Aus dem Wort Einung wurde übrigens das heutige Wort Innung abgeleitet.
Durch den Ausbruch des zweiten Weltkrieges, die Innungen sind mittlerweile auseinander gebrochen, wird den Fleischern eine völlig neue Aufgabe zuteil. Sie werden zu Verteilern von Fleisch und Fleischerzeugnissen degradiert. Das Schlachtvieh wird ihnen zugeteilt und mit Hilfe von Lebensmittelkarten geben sie das Fleisch wieder ab. 1945 endet der zweite Weltkrieg mit der Kapitulation Deutschlands. Das Land liegt in Trümmern.
Viele Kollegen haben in den vergangenen sechs Jahren im Krieg ihr Leben gelassen, befinden sich in Gefangenschaft oder sind schwer verwundet von der Front zurückgekehrt. Die Zahl der Fleischereien ist drastisch geschrumpft.
Später wird das Land entnazifiziert. Die Bundesrepublik wird gegründet, ebenso die DDR. Adenauer wird Bundeskanzler, die große Währungsreform bringt uns die D-Mark. Es finden demokratische Wahlen statt, zunächst im Kreistag, später werden die Abgeordneten des Bundestags gewählt. Die Regierung zieht nach Bonn. Die Tarifautonomie wird hergestellt.
Anfang der 50er Jahre beginnt dann das Wirtschaftswachstum. Die Stimmung steigt, Heinz Erhardt ist erstmals in den wenigen vorhandenen Fernsehern zu betrachten, Deutschland wird Fußballweltmeister in Bern. Die gesamte BundesdeutscheWirtschaft erlebt einen Aufschwung, auch das Fleischerhandwerk.
Bereits zu dieser Zeit wird sehr viel Wert auf eine gute und solide Berufsausbildung gelegt. An dieser Stelle möchte ich mich bei all jenen bedanken, die damals sowie heute, die Verantwortung für die jungen Menschen in der Ausbildung übernehmen und Ihnen den Weg in einen soliden Handwerksberuf ebnen.
Nach unvorstellbarer, 31-jähriger Amtszeit, im Jahr 1965 tritt Josef Saalscheider als Obermeister der Fleischerinnung Ahrweiler zurück und überlässt Georg Pröbstl aus Bad Neuenahr das Amt. Der Kollege Saalscheider, seit 1962 Träger des Bundesverdienstkreuzes und seit vielen Jahren Mitglied im Vorstand des Deutschen- Fleischer-Verbandes, wird zum Ehrenobermeister ernannt.
Ein Jahr nach Übernahme des Amtes jedoch verstirbt der Kollege Pröbstl viel zu früh und sein Nachfolger wird Peter Conrady aus Altenahr. Zu dieser Zeit betragen die Jahreseinnahmen der Innung 7.025.00 D-Mark, die Innung zählt 71 Mitgliedsbetriebe, die wiederum 60 D-Mark Mitgliedsbeitrag entrichten müsse. Je beschäftigtem Gesellen kommen nochmals 12 D-Mark hinzu, je Lehrling sind es 6 D-Mark Innungsbeitrag. Im Jahr, meine Damen und Herren!
Als eine seiner ersten Amtshandlungen schafft Peter Conrady unsere Innungskette an, die erste und bislang einzige Innungskette im Kreis Ahrweiler.
Doch was passiert noch zu dieser Zeit?
Die Hackfleischverordnung tritt in Kraft, eine Häuteabgabe und eine Schlachtviehversicherung werden zur Pflicht, die erste freiwillige Selbstkontrolle wird 1968 durchgeführt.
Doch 1970 passiert noch etwas, ohne das ich heute nicht hier stehen würde! Bei einer Gebiets- und Verwaltungsreform wird die Fleischer-Innung um die Brohltalgemeinden erweitert.
Im Jahr 1971, am 12. Dezember, feiern die Fleischer des Kreises Ahrweiler in einer denkwürdigen Feier das 50-jährige Bestehen ihrer Innung.
Die 70er Jahre. Die meisten von uns haben sie erlebt, einige der hier Anwesenden wurden in dieser Zeit geboren. Es sind schöne Jahre. Der Fleischer war etwas! Wenn die Qualität und der Service stimmt, dann brummt der Laden. Es ging uns gut. Die Betriebe werden größer und es werden immer mehr.
1983, nach 16 Jahren im Amt als Obermeister, verstirbt unser Kollege Peter Conrady. Sein Amt übernimmt Herrmann Birk aus Antweiler. Doch des Lebens Schicksal ist von unbestimmter Dauer. Bereits im Februar 1986 geben wir ihm das letzte Geleit.
Am 19. März 1986 wird im Hotel Stern in Ahrweiler Willy Thiesen aus Adenau zum neuen Obermeister gewählt. Die Innung feiert in diesem Jahr ihr 65-jähriges Bestehen.
Liebe Gäste, lieber Willy, denken wir zurück an diese tollen Zeiten. Erinnert ihr euch an die erste Ahrtalschau mit Ochs am Spieß? An den ersten Hausfrauennachmittag der Fleischerinnung Ahrweiler? An die schönen Stunden in geselligen Runden mit regelmäßigem Innungsstammtisch, an denen Erfahrungen ausgetauscht wurden?
Willy, du hast in deiner 16-jährigen Amtszeit mit deiner offenen und herzlichen, charmanten Art und deinem Frohsinn die Fleischerinnung geprägt wie kein anderer. Dafür möchte ich dir an dieser Stelle ausdrücklich danken! Wir sind stolz, dich als Ehrenobermeister in unserer Mitte zu haben!
Doch, sehr geehrte Gäste, in den letzten beiden Jahrzehnten des letzten Jahrhunderts zogen auch dunkle Wolken auf am Fleischerhimmel. Die Zeit der Lebensmittelkrisen brach an. BSE!!!
Rindfleisch essen? „Oh Gott, ich werde sterben“, mag es manchen durch den Kopf gegangen sein, wenn er ein Steak auf seinem Teller fand. Doch wie in vielen Krisen, so stecken auch in dieser Chancen. Chancen für uns, liebe Kolleginnen und Kollegen. Wo kauft der Kunde ein, wenn er Fleisch verzehren möchte, aber Angst hat, es zu essen, Angst hat, davon krank zu werden? Er kauft beim Metzger seines Vertrauens ein, liebe Kollegen. Er kommt zu uns. Warum? Weil er uns kennt, weil er uns glaubt, weil er uns vertraut.
Wir müssen dieses Vertrauen bewahren, wir dürfen es nicht, niemals aufs Spiel setzten, nur des kurzfristigen Profites wegen.
Erinnern sie sich einige Minuten zurück. An unsere Kollegen, die in wirtschaftlich schwierigen Zeiten an sich geglaubt haben, die erkannt haben, dass sie in der Gemeinschaft stark sind, das Zusammenhalt etwas wert ist. Diese Pioniere sollten unsere Vorbilder sein, an ihnen müssen wir uns orientieren.
Im Jahr 2001, ich hatte von Willy gerade den Vorsitz der Fleischerinnung Ahrweiler übernommen, stand eine fundamentale Frage des Innungszusammenhalts an. Meine Aufgabe war es, alle Innungsmitglieder davon zu überzeugen, der neuen f-Marke mit dem roten f-Zeichen des Fleischerverbandes beizutreten. Es ist mir gelungen. Darauf bin ich stolz. Seither jedoch weiß ich erst, wie groß der Kreis Ahrweiler ist und ich werde nie vergessen, wie viel Überzeugungsarbeit ich zu leisten hatte.
Bei aller Feierlaune, die wir heute in uns tragen, erlauben sie mir bitte, auch auf die Herausforderungen unseres Berufsstandes hinzuweisen. In den letzten 25 Jahren hat der Kreis Ahrweiler 43 % seiner Fleischereibetriebe verloren. Jedes Jahr schließen im Durchschnitt knapp zwei Fleischereien in unserem Kreis die Ladentür für immer zu. Die Gründe sind vielschichtig. Fehlende Betriebsnachfolger, verändertes Kauf- und Essverhalten, Convencience-Produkte, aggressive Preisgestaltung von Handel und Industrie, eine immer größer werdende Flut an Auflagen, Vorschriften und Kontrollen und so weiter und so weiter......
Doch, liebe Kollegen, und das sage ich im Brustton der Überzeugung:
Das Fleischerhandwerk ist nicht tot und es wird auch nicht sterben.
-        Lassen Sie uns unsere Chancen nutzen,
-        Glauben wir an uns und an unseren Berufsstand
-        Übernehmen wir Verantwortung und arbeiten nachhaltig,
-        Stellen wir den langfristigen Erfolg über den kurzfristigen!
-        Seien wir für unsere Kunden da!
Denken wir mit Stolz an 90 Jahre Fleischer-Innung im Kreis Ahrweiler zurück!
Bleiben wir für jeden einzelnen Kunden der „Metzger seines Vertrauens“!
Im Anschluss wurden von Landesinnungsmeister Günter Schütz, Geschäftsführer Alexander Zeitler und Obermeister Bernd Groß folgende Personen geehrt:
Bernd Groß, Kempenich                 Goldene Ehrennadel für Ehrenamtsträger (seit 1986 im Vorstand)
 
Dieter Gemein, Sinzig                      Silberne Ehrennadel für Ehrenamtsträger (seit 1996 im Vorstand)
                                                              50jährige Berufstätigkeit Urkunde + Nadel (Ehrung Innung)
Siegfried Marhöfer, Bad Breisig     Silberne Ehrennadel für Ehrenamtsträger (seit 1996 im Vorstand)
Heinz Ropertz, Bad N`ahr-Ahrweiler Silberne Ehrennadel für Ehrenamtsträger (seit 1996 im Vorstand)
                                                                 Goldene Ehrennadel für über 50 Jahre Innungsmitgliedschaft
Fleischerei Wieland GmbH, Mayschoß Goldene Ehrennadel für über 50 Jahre Innungsmitgliedschaft
                                                                       für über 90jährige Innungsmitgliedsch. Urkunde
Fleischerei Birk, Antweiler              Goldene Ehrennadel für über 50 Jahre Innungsmitgliedschaft
Fleischerei Fassbender, Remagen  Goldene Ehrennadel für über 50 Jahre Innungsmitgliedschaft
                                                                  für über 90jährige Innungsmitgliedsch. Urkunde
Fleischerei Effert, Bad N`ahr-Ahrweiler  Goldene Ehrennadel für über 50 Jahre Innungsmitgliedschaft
Alfred Conrady, Altenahr                     50jährige Meisterprüfung Urkunde
                                                                 Ehrenamtl. Probeentnehmer Urkunde
Willy Thiesen, Adenau                        Ehrenamtl. Probeentnehmer Urkunde (Ehrung Innung)
Fleischerei Friedrich, Bad N`ahr-Ahrweiler   Goldene Ehrennadel für über 50 Jahre Innungsmitgliedschaft
Fleischerei Görgen, Adenau             Goldene Ehrennadel für über 50 Jahre Innungsmitgliedschaft
Fleischerei Wald, Grafschaft             Goldene Ehrennadel für über 50 Jahre Innungsmitgliedschaft

Fleischerei Maur, Oberzissen           Goldene Ehrennadel für über 50 Jahre Innungsmitgliedschaft
Fleischerei Thon, Adenau                  Goldene Ehrennadel für über 50 Jahre Innungsmitgliedschaft 
Fleischerei Damian, Mayschoß        Goldene Ehrennadel für über 50 Jahre Innungsmitgliedschaft
 
 

Dagmar Groß-Mauer als Obermeisterin im Amt bestätigt

Zur Jahreshauptversammlung traf sich die Fleischer-Innung Ahrweiler im Hotel Ruland in Altenahr.

Obermeisterin Dagmar Groß-Mauer begrüßte alle Anwesenden sehr herzlich sowie insbesondere die beiden Ehrenobermeister der Innung Willy Thiesen und Bernd Groß, Ehrenmitglied Alfred Conrady und Geschäftsführer Alexander Zeitler. In ihrem Obermeisterbericht ging sie auf die Termine ein, die sie im vergangenen Jahr wahrgenommen hatte. Zweifelsohne waren die Präsentation der AW-Wurst sowie die damit verbundene hohe Auszeichnung des Rudolf-Kunze-Preises einer der Höhepunkte in 2016. Ein großes Dankeschön ging an Christiane Thon-Zimmer und ihrem Team für die gute Organisation der Winterwanderung und die hervorragende Präsentation des Tag der offenen Tür in der BBS N`ahr-Ahrweiler.

Zum Schluss dankte sie allen Vorstandskollegen für die fruchtbare und gute Zusammenarbeit in der vergangenen Amtsperiode.

Geschäftsführer Alexander Zeitler referierte über Aktuelles aus dem Fleischer-Handwerk.Weiterhin berichtete Zeitler über die Finanzen der Innung. Die Kassenprüfer bescheinigten eine einwandfrei Buch- und Kassenführung und erteilen Vorstand und Geschäftsführung Entlastung.

Im Anschluss hieran erfolgten die Neuwahlen. Dagmar Groß-Mauer wurde wiederum zur Obermeisterin der Fleischer-Innung gewählt und Frank Schmitz zu ihrem Stellvertreter. Christiane Thon-Zimmer wählte man zur Lehrlingswartin und Reinhold Olschewski und Herbert Wieland komplettieren den Vorstand als Beisitzer.

Hans-Josef Fassbender und Heinz Ropertz wurden zu Kassenprüfern gewählt. Zum Schluss der Versammlung wurde Heinz Ropertz gedankt. Ropertz schied nun aus dem Vorstand der Innung aus, dem er jahrelang als Lehrlingswart sowie als Beisitzer angehört hatte.

 




 

 

 

Fleischer-Innung besuchte die Akropolis und die älteste Winzergenossenschaft Deutschlands

 

In diesem Jahr hatte Vorstandsmitglied Herbert Wieland aus Mayschoß seine Kolleginnen und Kollegen zur traditionellen Winterwanderung ins Ahrtal eingeladen.

Nach einem gemeinsamen, leckeren Frühstück bei Familie Herbert Wieland wurde zunächst mit einem Gläschen Sekt angestoßen, ehe man sich dann auf den Weg zu einer der schönsten Aussichtspunkte Mayschoß zur „Akropolis“ machte. Von hier aus genossen die Wanderer einen unglaublichen Ausblick auf die umliegenden Weinberge und Mayschoß.

Anschließend besuchte man die älteste Winzergenossenschaft Deutschlands mit ihrem berühmten Weinkeller. Hier lag es natürlich nahe, dass man an einer Kellerführung teilnahm.

Bei einem gemütlichen Abendessen und einem guten Tropfen von der Ahr, lies man diesen wundervollen Tag in Mayschoß ausklingen.

 

 


 
  

 
 
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